Run trip from 27.07. to 21.08.2005

Bad Homburg, 11.11.05

Hallo Ramiro,

Ein etwas verspätetes Resümee für euer Gästebuch:
Wir haben im Sommer 2005 einen vierwöchigen Urlaub der Superlative in Ecuador ver­bracht. Das lag einerseits am Wetter, das fast immer perfekt zu unseren Aktivitäten gepasst hat: Auf dem Inka Trail hat es nur genieselt; am Cotopaxi war der Himmel strahlend blau und auf Galapagos hat sich sogar der Garua verzogen.
Das lag aber vor allen Dingen an der guten Planung, Organisation und Betreuung durch das Ecuadorian Alpine Institute.

Die „Mischung“ ist wohl einmalig: Ramiro, der Land und Leute aus seiner Westentasche kennt und für den kein Problem gibt, das nicht in kürzester Zeit – mit manchmal spannenden und überraschenden Wendungen – gelöst wird. Seine Crew, die uns auf 4.000 Meter im Zelt so gut bekocht hat, dass wir hinterher die Restaurants in Quito an diesem Zeltmaßstab gemessen haben. Und Erfurt, Ramiros Frau, die das alles vom Office aus organisiert hat.

Das Ecuadorian Alpine Institut trägt seinen Namen zu Recht. Ramiro hat uns perfekt vorbereitet: Langsame Akklimatisierung über Fuya Fuya (4.200m), Pichincha (4.000), Illiniza Norte (5.100) und ein paar Tage InkaTrail; gezielte Schwierig­keiten, um die Stärken und Schwächen der Gruppe einschätzen zu können; regelmäßige Pulskontrollen; ein hervorragendes Essen; perfekt organisierte Zelttouren und ein persönliches Engagement, das seinesgleichen sucht.

Die Betreuung am Berg muss noch mal extra hervorgehoben werden. Der Cotopaxi gilt immer noch als einfacher 6000er. Vielleicht war das mal so. Die alte Route existiert aber nicht mehr, weil der Gletscher in den letzten Jahren sehr stark abgeschmolzen ist. Inzwischen ist die Besteigung technisch wesentlich anspruchsvoller und ein hartes Stück Arbeit geworden, an der die meisten Seilschaften wegen schlechter Akklimatisierung und fehlender Kondition scheitern. Im Oktoberheft der Zeitschrift „Alpin“ ist gerade ein Artikel zu dieser Problematik erschienen.

Vorbereitung, Bergführung, Ausrüstung und Sicherheit durch das EAI hätten nicht besser sein können. Und der 360° Rundumblick auf die verschneiten Andengipfel war ein Genuss, der seines­gleichen sucht.
Fazit:

Ein Spitzenwetter kann keiner garantieren, für alles andere sorgen Ramiro! Also noch mal vielen, vielen Dank im Namen der ganzen Truppe und ganz liebe Grüße stellvertretend von

Frank und Cornelia